Ribera del Duero ist ein vom Duero durchflossenes Weinbaugebiet in der Region Kastilien-León,
Spanien. In den 1980er und 1990er Jahren erlebte das Gebiet eine rasante Entwicklung und gehört
mittlerweile zu den bekanntesten Regionen Spaniens und hat sich auf den internationalen Märkten
einen guten Namen erarbeitet.
Der Fluss Duero gibt dem Gebiet seinen Namen. Ribera del Duero ist insgesamt 115 km lang und
bis zu 35 km breit; es beschränkt sich somit keineswegs nur auf Uferlagen am Fluss. Das Gebiet
vereint Teile der vier Provinzen Burgos, Segovia, Soria und Valladolid und ist Teil der sanft
hügeligen kastilischen Hochebene. Die Tallagen befinden sich auf einer Höhe von 750 bis 850 m
ü.M. Außerhalb der Lagen am Fluss sind die Böden sandig und liegen auf Gesteinsschichten aus
Kalkstein.
Das Klima ist trocken mit einer Niederschlagsmenge von ca. 450 Millimeter pro Jahr und einer
durchschnittlichen Sonnscheindauer von 2350 Stunden pro Jahr. Die Sommer sind heiß mit Tagesmaxima
bis 40 °C und die Winter sind vergleichsweise lang. Es wurden Minima von -18 °C gemessen.
Durch den langen Winter beschränkt sich die für den Weinbau relevante Vegetationszeit auf ca.
110 Tage. Typisch sind auch starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen. Das Klima ist somit eine
Mischung aus kontinentalem und mediterranem Klima.
Ribera del Duero ist eine der Gegenden, in denen der Tempranillo voll zur Entfaltung kommt.
Diese Rebsorte wird hier auch Tinta del Pais oder Tinto Fino genannt. Sie unterscheidet sich
durchaus vom Traubenmaterial in Rioja. Am Duero sind die Trauben kleiner und die Schalen dicker;
der Most ist somit konzentrierter.